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19.6.2013 - 06:35:08
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CDV-Cup 2012
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CDV Cup Meerbusch

Turnier von Pferdeleuten für Pferdeleute

Der CDV-Cup 2012 ist eröffnet. Gastgeber der ersten Etappe war die Reitanlage "Haus Kierst" der Familie Münker im rheinischen Meerbusch. Die L-Vielseitigkeit für den CDV-Cup wurde in zwei Abteilungen gewertet, einer für Junioren und Junge Reiter sowie der zweiten für Reiter und Senioren. Für die Gestaltung des Geländes war neben der Familie Münker Stephan Leuwer verantwortlich, Vater des international erfolgreichen Jungen Reiters und Mitglied des C-Kaders Vielseitigkeit, Ben Leuwer.

Bei den Junioren und Jungen Reitern gab es einen Heimsieg für die Tochter des Hauses, die 20-jährige Pia Münker. Pia war schon hoch erfolgreich im Vielseitigkeitssattel, holte 2008 Europameisterschafts-Gold bei den Ponys und Bronze in der Einzelwertung. Für die erste CDV-Cup-Qualifikation auf der eigenen Anlage hatte sie ihre Nachwuchshoffnung gesattelt, den sieben Jahre alten selbstgezogenen und -ausgebildeten Rheinländer Louis M. Die große Stärke des Lissabon-Abanos-Sohns sei die Dressur, verriet Pia. Kein Wunder also, dass die beiden bereits nach der ersten Teilprüfung mit 36,80 Minuspunkten in Führung gingen. Zusammen mit einem Abwurf im Parcours und 2,40 Zeitstrafpunkten im Gelände kamen am Ende 43,20 Minuspunkte zusammen, die einen überlegenen Sieg bedeuteten. Platz zwei ging an Jana Weyers auf Lardina (47,10). Katharina Rudolphi und Cupidon belegten Rang drei (58,20).

In der zweiten Abteilung hatte Jens Hoffrogge mit dem zehnjährigen Layout die Nase vorn. Hoffrogge war voll des Lobes über das Turnier in Meerbusch. "Ich komme seit Jahren hierher. Die Münkers geben sich unheimlich viel Mühe. Man merkt, dies ist ein Turnier von Pferdeleuten für Pferdeleute." Hoffrogge hatte gleich drei Eisen im Feuer in der L-Vielseitigkeit - neben dem Sieger noch den viertplatzierten Hölderlin sowie Rittersporn H, der als 14. nicht mehr "im Geld" war. Mit Layout hat Hoffrogge dieses Jahr noch Größeres vor. Der ZfdP-Wallach wurde ihm von der Besitzerin zur Verfügung gestellt. Nachdem er im vergangenen Jahr auf Ein-Sterne-Niveau platziert war, soll Layout dieses Jahr die ersten Zwei-Sterne-Prüfungen gehen. Der Saisonauftakt in Meerbusch war schon mal vielversprechend. Die Dressur beendeten Hoffrogge und Layout mit 48,60 Minuspunkten auf Platz fünf. Nach fehlerfreiem Springen und 4,80 Zeitstrafpunkten im Gelände schlugen unter dem Strich 53,40 Minuspunkte zu Buche. Mit 57,50 Minuspunkten reihte sich Helmut Bergendahl auf Vicky Victory dahinter ein. An dritter Stelle galoppierten Stefan Schoster und Dornice auf der Ehrenrunde (59,50).

Die zweite der insgesamt zehn CDV-Cup-Etappen steht am 14. und 15. April im bayerischen Sulzthal auf dem Programm.

Alle Infos: www.cdv-news.de
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CDV-Cup 2012, zweite Station in Sulzthal, Bayern

Sulzer siegt in Sulzthal

Einen Heimsieg verbuchte der gebürtige Schweizer Felix Sulzer mit Lord Hayagriva bei der zweiten Station des CDV-Cups 2012 im bayerischen Sulzthal.

21 Paare hätten auf die Strecke gehen sollen im Sulzthaler Hügelland "Auf der Steige". Am Ende standen 15 in der Startbox. Felix Sulzer und Lord Hayagriva waren Fünfte nach der Dressur gewesen (50,9 Minuspunkte) und das beste Paar im Springparcours mit einer sauberen, schnellen Runde. Im Gelände waren sie 0,2 Sekunden über der erlaubten Zeit von fünf Minuten. Das bedeutete 0,80 Minuspunkte, die zu dem Dressurergebnis hinzugerechnet wurden. Der Endstand von 51,70 Minuspunkten reichte trotzdem ganz locker für den Sieg. Platz zwei belegte Stephanie Engel-Hoffmann auf Admiral von Dult. Die beiden hatten nach der Dressur auf Rang drei gelegen (49,90), ein Abwurf im Springparcours und 3,60 Strafpunkte für Zeitüberschreitung im Gelände summierten sich auf 57,50 Minuspunkte total.Dritte mit 58,30 Minuspunkten wurde Anke Zampich auf Con Air nach Rang zwei in der Dressur (46,30), vier Fehlern im Parcours und acht Zeitstrafpunkten im Gelände.

"Auf der Steige", der Name ist Programm im Sulzthaler Hügelland. Dem hatte der Parcourschef im Gelände, Johann Niedermaier, bei seiner Planung Rechnung getragen und eine nicht zu lange Strecke konzipiert. Der Vorsitzende des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Sulzthal und Umgebung e.V., Martin Fürst, erklärt: "Statt der zulässigen 3.200 Meter war die Strecke nur 2.600 Meter lang. Durch die Steigungen ist sie trotzdem anstrengend und wir wollten den Reitern einen guten Saisonstart ermöglichen. Die Hindernisse erfüllten hingegen alle technischen Raffinessen, die man in einer Vielseitigkeit der Klasse L verlangen kann. Es gab eine versetzte Kombination, einen Wassereinsprung, schmale Elemente, Auf- und Absprünge."

Der Sieger, Felix Sulzer, ist seit zwei Monaten Mitglied im Reit- und Fahrverein Sulzthal. Er ist ein alter Vielseitigkeitshase, der sein Heimatland, die Schweiz, bereits bei den Europameisterschaften 1999 vertrat und auch für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney nominiert war. Doch dann kam ein Schicksalsschlag. Sulzer erkrankte an "Morbus Reiter". Die Krankheit heißt nicht etwa so, weil sie besonders häufig Reiter befällt, sondern ist nach ihrem Entdecker benannt, Hans Reiter. Sie geht einher mit Gelenksentzündungen sowie oft auch Haut-, Augen- und Muskelbeschwerden. So auch bei Felix Sulzer. Erst seit fünf Jahren sitzt er wieder im Sattel. Motivator für ihn war sein Pferd, Lord Hayagriva. "Vor sechs Jahren habe ich ihn dreijährig in Irland auf der Weide gesehen und gekauft. Da hatte ich noch nicht mal mehr Reithosen und -stiefel." Ein Jahr später hat Sulzer den Iren angeritten. Dann verletzte er sich und musste ein Jahr pausieren. "Im Prinzip ein Glücksfall. Er ist ein Spätentwickler, und so konnte er in Ruhe ausreifen." Sulzer ist überzeugt, dass Lord Hayagriva ein Pferd "für ganz oben" ist. Noch in diesem Jahr soll der nun Neunjährige seine erste Drei-Sterne-Prüfung gehen. "Er hat einfach eine super Sprungkraft", schwärmt sein Reiter.

Voll des Lobes ist er auch über das Turnier in Sulzthal. "Das ist ein genialer Boden hier. Der Sand verträgt jedes Wetter und der Parcours war wunderschön gebaut. Die Pferde kamen zwar zum Galoppieren, aber durch die Wendungen nicht ins Rennen." Und auch von anderen Seiten bekamen die Veranstalter viel Positives zu hören, erzählt der Vereinsvorsitzende Martin Fürst. Einen Eindruck von der Strecke und Bewegtbilder der Ritte finden Sie online auf www.buschreiter.de. Weitere Ergebnisse aus Sulzthal gibt es unter www.reitverein-sulzthal.de.

Schon am kommenden Wochenende, am 21. April, geht der CDV-Cup in die nächste Runde, diesmal in Löningen-Boen-Bunnen, in Niedersachsen.

CDV-Cup 2012, dritte Station in Löningen-Boen-Bunnen

Internationales Flair in Oldenburg

Aus Holland, Schweden, Finnland, Dänemark und sogar Litauen waren die Vielseitigkeitsreiter am vergangenen Wochenende ins oldenburgische Löningen-Boen-Bunnen gereist. Für die L-Vielseitigkeit, die zugleich als die dritte Station des CDV-Cups 2012 ausgeschrieben war, hatten 36 Reiter genannt, 26 Paare gingen an den Start, aber nur eines kam ohne Zeitstrafpunkte aus dem Gelände.

Und das waren dann auch die Prüfungssieger:die 24 Jahre alte Kirsten Honekampmit ihrer 13-jährigen Oldenburger Landor S-Tochter Valentina B. Dabei lagen die beiden nach der Dressur noch auf Rang neun mit 55,90 Minuspunkten. Doch da sie als einziges Paar sowohl im Springen als auch im Gelände ohne Hindernisfehler und in der Zeit ins Ziel kamen, galoppierten sie in der Ehrenrunde an der Spitze. Platz zwei mit 57,80 Minuspunkten ging an Veronique Zimmer mit Pedro. Die beiden waren mit ihrem Dressurergebnis von 50,60 Minuspunkten in den Cross gestartet, wo sie sich 7,20 "Miese" für Zeitüberschreitung anrechnen lassen mussten. An dritter Stelle rangierte Lisa Hopster auf Renomee, die nach der Dressur auf Platz zwei gelegen hatten (48,10 Minuspunkte). Nach ihrer Hindernisfehler-freien aber recht ruhigen Geländerunde summierte sich ihr Konto auf 63,30 Minuspunkte.

Parcourschef im Gelände war Harry Klugmann, der in den 1970er- und 1980-Jahren eine feste Bank im Vielseitigkeitsnationalkader war und Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften gewann. 24 Hindernisse und 28 Sprünge galt es zu überwinden.Hans Nagel, Richter in Löningen-Boen-Bunnen und CDV-Ehrenmitglied, erklärt: "Die Reiter mussten dieselben Hindernisse springen wie die in der CCI*-Prüfung, nur die Strecke war kürzer. Für die Pferde war es trotzdem vor allen Dingen in konditioneller Hinsicht eine Herausforderung, das es sich um eine Ein-Tages-Prüfung handelte und die Saison ja gerade erst begonnen hat. Das Gelände war wirklich auf hohem Niveau." Eine der Klippen war beispielsweise ein Wallabsprung über einen Baumstamm, an den sich sofort ein schmaler Blumenkasten anschloss. "Da sind manche Paare zu groß vom Wall heruntergekommen und haben keine Distanz mehr gefunden zu dem anschließenden Hindernis." Unschöne Bilder habe es dennoch nicht gegeben.

Und wie ist es Kirsten Honekamp als einziger der Teilnehmer gelungen, in der Zeit zu bleiben? "Ich habe den Vorteil, dass mein Pferd superschnell reagiert. Bei einigen Passagenauf der Strecke musste man die Pferde ziemlich aufnehmen, weil eine Kurve kam oder ein schmales Element. Valentina ist danach immer wieder ganz schnell auf Tempo und verliert auch an den Sprüngen nicht viel Zeit.Außerdem ist sie eine, die will. Sie sieht die beiden Fahnen und sagt, ,Aha, da muss ich durch!', egal wie schmal der Sprung ist." Kirsten und Valentina sind ein eingespieltes Team. Die gelernte Physiotherapeutin hat die Stute vierjährig bekommen, nachdem sie schon im Ponylager erfolgreich bei Deutschen Meisterschaften am Start gewesen war. Zwei Jahre später qualifizierte sie sich auch mit Valentina B für die Deutschen Juniorenmeisterschaften, wo sie Zwölfte wurden. Auch am Bundeschampionat sollte die Stuteteilnehmen. Doch kurz nach der Deutschen Meisterschaft im Juli zog sie sich eine Weideverletzung zu und musste ein Jahr pausieren. Sie bekam ein Fohlen. Für Kirsten stand in den vergangenen Jahren die Berufsausbildung im Vordergrund, so dass dies die erste Saison ist, in der sie sich wieder Größeres vorgenommen hat. Sie möchte gerne an den Landesmeisterschaften teilnehmen und eventuell Ende des Jahres eine Ein-Sterne-Prüfung reiten, wenn alles klappt.

Alle Ergebnisse des Turniers unter www.reitverein-loeningen.de. Die nächste Station des CDV-Cups erwartet die Reiter am 20. Mai in Hornsmühlen, Schleswig-Holstein.

 
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